
AKADEMIE-Session 01: Vorteilscard-Plattformen als Instrument des regionalen Netzwerkmanagements
Akademie-Session von AVS
Eine attraktive All-inclusive-GästeCard inklusive ÖPNV ist ein Standard-Angebot, das viele
Übernachtungsgäste erwarten.
Touristische GästeCards sind längst mehr als ein gedruckter Vorteilsausweis. Richtig konzipiert, werden sie zum strategischen Instrument für Gästebindung, Besucherlenkung, Mobilität, Wertschöpfung und digitale Services.
Besonders All-inclusive-Karten können die Attraktivität einer Destination deutlich erhöhen: Gäste erleben einen klaren Mehrwert, Leistungspartner gewinnen Sichtbarkeit und Destinationen erhalten ein wirkungsvolles Werkzeug für Qualitäts- und Angebotsentwicklung.
Damit ein solches System trägt, braucht es jedoch zwei Kompetenzen, die eng ineinandergreifen müssen: eine belastbare konzeptionelle Vorbereitung und eine technische Plattform, die den laufenden Betrieb zuverlässig abbildet.
Hier setzen die Tourismus-Unit der Bayreuther AVS GmbH und ihre Beratungs-Tochter IRS Consult an.
Erst Konzeption, dann Systementscheidung
Am Anfang steht die Frage: Welches Modell passt zur Destination? Diese frühe Phase gestaltet IRS Consult mit einem strukturierten Beratungsprozess.
Im Fokus stehen dabei:
- Auswahl des passenden Card-Modells – etwa eine umlagefinanzierte Gästekarte als All-Inclusive-Karte oder eine Kaufkarte (Prepaid-Modell).
- Definition von Zielgruppen, Leistungen und Nutzungszeiträumen.
- Kalkulation von Umlagen, Verkaufspreisen, Ausschüttungen und Betriebskosten.
- Einbindung von Beherbergungsbetrieben, Freizeit- und Kulturpartnern, Mobilitätsanbietern und kommunalen Stakeholdern sowie mögliche Sponsor-Partner und Vertriebspartner.
- Kombination mit einem Bonuspunktesystem oder einer Gutscheinkarte & Arbeitgebergutschein (JobKarte).
- Planung von Ausgabe, Akzeptanz, Kontrolle, Reporting und Abrechnung.
- Analyse von notwendigen Schnittstellen – organisatorische und technische.
So entsteht ein tragfähiger Business Case, bevor Investitionen in Technik, Kommunikation und Partnerakquise erfolgen. Gerade bei All-inclusive-Modellen ist diese Vorarbeit entscheidend: Die Karte muss für Gäste attraktiv, für Partner wirtschaftlich nachvollziehbar und für die DMO organisatorisch beherrschbar sein.
AVS Tourismusplattform für die Umsetzung
Nach der Konzeption folgt die Umsetzung. AVS entwickelt und betreibt seit vielen Jahren digitale Plattformen für Gästemeldung, Gästekarten und Tourist-Cards. Die Lösungen verbinden Gastdatenerfassung, Ausgabe elektronisch lesbarer Karten, Akzeptanzprüfung, Leistungsabrechnung und Statistik in einem durchgängigen System.
Je nach Projekt können physische Karten, digitale Gästekarten auf dem Smartphone, QR-Code-Lösungen, Schnittstellen zu Hotelprogrammen, Abrechnungsportale, Webshops, Kundenportale oder Module für Tagesgäste und Einheimische integriert werden. Für Gastgeber bedeutet das: weniger manuelle Abläufe und klarere Prozesse. Für Verwaltungen und DMO entstehen tagesaktuelle Daten, transparente Abrechnungen und bessere Steuerungsmöglichkeiten. Für Gäste wird die Karte zum komfortablen Begleiter während des Aufenthalts.
Mehrwert für die ganze Destination
Eine professionelle GästeCard-Plattform entfaltet Wirkung weit über den Check-in hinaus. Sie kann freie Eintritte oder vergünstigte Leistungen bündeln, Mobilität integrieren, regionale Angebote sichtbar machen und zusätzliche digitale Services ermöglichen. Damit unterstützt sie mehrere Ziele gleichzeitig:
- Steigerung der Aufenthaltsqualität durch klare, sofort erlebbare Vorteile,
- bessere Verteilung der Gäste auf Angebote, Zeiten und Orte,
- Stärkung von Leistungspartnern durch messbare Nutzung,
- Vereinfachung von Abrechnung, Kontrolle und Reporting,
- bessere Grundlage für Weiterentwicklung, Marketing und Investitionsentscheidungen.
Grafik erstellt mit ChatGPT © AVS/ IRS-CONSULTEntscheidend ist das Zusammenspiel
Für DMO, die eine All-inclusive-Karte einführen oder ein bestehendes System weiterentwickeln wollen, entsteht so ein klarer Weg: zuerst das passende Modell entwickeln, dann die Organisation vorbereiten, anschließend die Plattform sicher und datenschutzkonform betreiben und schließlich die GästeCard Schritt für Schritt zu einem echten Mehrwertsystem für Gäste, Betriebe und Destination ausbauen.
Der Erfolg einer touristischen GästeCard hängt selten an einer einzelnen Funktion. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Strategie, Finanzierung, Partnernetzwerk, Akzeptanz vor Ort und stabiler Technologie. Die Kombination aus IRS Consult und AVS verspricht dafür einen praxisnahen Ansatz: Beratung, Konzeption, Projektplanung, technische Umsetzung und laufender Plattformbetrieb greifen ineinander.
Webseiten: avs.de / irs-consult.de